Kathi Vogt mit Gold und Daniel Leis mit Silber beim Osterpokalturnier in Kufstein

Foto (privat):Lena Neumayer nervös aber kampfbereit vor dem entscheiden Kampf zur Silbermedaille.
Foto (privat):Lena Neumayer nervös aber kampfbereit vor dem entscheiden Kampf zur Silbermedaille.

 

511 Kämpfer aus 5 Nationen und 87 Vereinen trafen sich am Ostermontag zum traditionellen Osterpokalturnier in Kufstein. Bei der 19. Wiederholung starteten auch zwei Kämpferinnen und fünf Kämpfer der Sparte Judo des TuS Bad Aibling und schlugen sich achtvoll.

In der Mädchenklasse U11 startete Nachwuchstalent Lena Neumayer erst in ihrem fünften Turnier. In der Klasse bis 25 kg musste sie sich drei Gegnerinnen stellen. Im Auftaktmatch verlor sie nach offenem Kampf mit Haltegriff Ihrer Gegnerin aus der Pfalz. In den nächsten Begegnungen zeigt sie sich druckvoller und gewann gegen Endres mit schönem Hüftwurf und Zwingler (beide FC Schweitenkirchen) mit Hüftfeger vorzeitig und sicherte sich damit die Silbermedaille in der Klasse.
In derselben Altersklasse bei den Jungs schied Hugo Körber nach zwei Niederlagen mit Haltegriff leider aus. Hugo zeigte dabei trotzdem eine ansprechende Leistung und wird in Zukunft sicher noch auf sich aufmerksam machen können.

In der männlichen U13 bis 38kg startete Edwin Sailer mit einer Niederlage in das Turnier und verlor mit einer großen Wertung durch Schulterwurf gegen den starken Grössig aus Prinzgau. Mit Wut im Bauch startete Edwin nun voll durch und gewann in der Trostrunde mit kleiner Außensichel gegen Hofer und großer Außensichel gegen Kämz und zog in das kleine Finale ein. Dort hatte sein Gegner Prokopec aus der Judohochburg Abensberg keine Chance. Mit zwei hohen Hüftwürfen erkämpfte sich Edwin die Bronze-Medaille. Im gleichen Gewichtslimit schied Alexey Pyatikop nach seiner Auftaktniederlage vorzeitig aus.
In der Gewichtsklasse bis 34 kg erwischte Manuel Mühlegger einen rabenschwarzen Tag und musste ebenfalls nach dem Auftaktmatch seinen Judogi wieder einpacken.
In der Altersklasse weiblich U17 bis 63 kg war Katharina Vogt wieder einmal das Maß aller Dinge. Nach vorzeitigem Sieg durch eine Kontertechnik gegen Julia Wittl aus Kümmersbruck stand sie bereits im Halbfinale gegen Alyssa van Recum. Hier tat sich Kathi sehr schwer, da  die Pfälzerin in erster Linie auf Kampfzerstörung gegen Kathi aus war. Mit Glück gelang ihr dennoch eine kleine Wertung als Vogt nicht aufpasste. Diesem Rückstand musste die Aiblingerin nun nachlaufen und schaffte mit Anstrengung den Ausgleich und gewann verdient mit Kampfrichterentscheid nach Ablauf der Uhr. Im Finale kam es zum Duell mit Sophia Lacher aus Schweitenkirchen, die von ihrem Trainer auf den Kampfstil und den harten Griff von Kathi vorbereitet wurde. Der Kampf ging über die volle Distanz, aber am Sieg und damit die Goldmedaille von Kathi bestand nie ein Zweifel, denn Kathi holte sich zur Halbzeit eine kleine Wertung durch Hüftfeger. Leider zeigte sich der Trainer von Lacher als schlechter Verlierer und kritisierte das Schiedsgericht nach der Begegnung. Diese Meinung hatte er allerdings exklusiv in der Halle. „Kathi war mit Abstand die technisch beste Kämpferin in dieser Klasse und hat auch gezeigt, dass das Konditionstraining der letzten Zeit nun auch Früchte trägt und zum Ende eines Kampfes nochmal zulegen kann“, freute sich Trainer Holger Bültermann über die Leistung von Vogt.
Die stärkste Leistung zeigte Daniel Leis in der Altersklasse U17 bis 50 kg. Seinen Erstrundengegner Faur aus der Pfalz nagelte Daniel am Boden fest und zog ins Halbfinale ein. Hier kam es zu einem offenen Kampf gegen Lucas Pejot. Beide Kämpfer schenkten sich nicht. Kurz vor Ende wurde Daniel allerdings von einem Fußfeger überrascht und musste den Weg in die Trostrunde antreten. Hier bestätigte Leis den starken Eindruck und gewann vorzeitig gegen Huber aus Burgkirchen Schwand mit Wurf. Im kleinen Finale ließ er sich dann auch nicht von der aggressiven Kampfeinstellung von Marcel Schleer aus Sindelfingen beeindrucken und warf Hüftwurf zur hohen Wertung und besiegelte die Bronze-Medaille mit Haltegriff. „Daniel war heute bärenstark“, sagte Holger Bültermann nach dem Turnier, „von ihm können wir noch einiges erwarten, der Knoten scheint geplatzt!“