Berichterstattung Turniere

Andrea Vogt bei der DEM 2012

(Potsdam, 21. Januar 2012) Andrea Vogt startete mit einem Freilos, was aber leider kein Vorteil war, denn sie startete somit ohne Auftakt in einen starken Pool und verlor den ersten Kampf gegen die körperlich deutlich stärkere spätere Dritte. In der Trostrunde startete sie stark und holte sich mit guten Ansätzen einen optischen Vorteil und nach ca. der Hälfte der Kampfzeit auch einen zählbaren mit einem Yuko. Dieser Vorsprung hielt leider nur bis eine Minute vor Schluss. Eine Unachtsamkeit von Andrea brachte den vorzeitigen Sieg von von Berg und damit das Ausscheiden der Aiblinger Hoffnung. Fazit:  Andrea ging mit 4,5 Kg Untergewicht an den Start, was auf diesem Niveau nicht so leicht auszugleichen ist. Trotz allem eine super Leistung in diesem Turnier und im gesamten letzten Jahr von Andrea. Es wird wieder angegriffen im Jahr 2012 und Erfolge werden folgen.

Kathi Vogt wird Zweite beim Herbstturnier in Kufstein

(Kufstein - 23.10.11) Als einzige Starterin für den TuS Bad Aibling startet Katharina Vogt beim Herbstturnier in Kufstein. Das sonst so gut besuchte Turnier hatte heuer einen Meldungsrückgang von über 30% zu verkraften. Der Veranstalter war diesbezüglich sehr enttäuscht und etwas ratlos, weil es keine einleuchtende Erklärung dafür zu geben scheint.

Der sehr kurzfristige Start von Kathi war es zu "verdanken", dass Kathi das Gewichtslimit von 63 kg nicht erreichte und deshalb eine Gewichtsklasse höher antreten musste. Im Teilnehmerfeld von nur drei Kämpferinnen wurde "Jede-gegen-Jede" gekämpft. Im ersten Kampf traf Kathi auf die deutlich schwerere Ungarin Siroki Ibolya, die die Aiblingerin in den ersten Sekunden mit einem Ko-Uchi-Maki-Komi überraschte und gleich mit einer kleinen Wertung in Führung lag. Kathi hatte anfänglich Schwierigkeiten ihren Griff durchzusetzen, wurde aber im Laufe der Partie immer stärker. In der Schlussphase wurde Kathi nach einer Konteraktion ihrerseits in den Bodenkampf gezwungen und unterlag durch Armhebel. Im zweiten Kampf sah man dann wieder die alte Kathi, die energisch ihren Griff sucht und dann mit starken Ansätzen die Gegnerinnen zermürbt. Nach knapp einer Minute war es dann soweit: Kathi setzte Uchi-Mata nach vorne an und wechselte zur großen Innensichel und warf voll nach hinten und sicherte sich damit den zweiten Platz hinter Siroki Ibolya.

Gratulation vom Bayr. Judoverband für Andrea Vogt

Denis Weisser gratuliert Andrea Vogt im Namen des BJV
Denis Weisser gratuliert Andrea Vogt im Namen des BJV

Die 20-jährige Athletin von TuS Bad Aibling erzielte in Frankfurt / Oder das beste Resultat Ihrer Karriere.

In einem starken Teilnehmerfeld erreichte die frischgebackene Bayerische Meisterin den 2. Platz in der Gewichtsklasse -78 kg und gewann die Silbermedaille. Trainer Holger Bültermann war mit ihrer Leistung voll zufrieden. Damit qualifizierte sie sich für die Deutschen Meisterschaften der Frauen, die im Januar 2012 in Potsdam stattfinden.

Auch in der Aiblinger Damenmannschaft, für die ebenfalls Holger Bültermann verantwortlich ist, zeigte Andrea Vogt diese Saison starke Leistungen und entwickelte sich dort zum Punktegaranten. Das Aiblinger Damenteam erreichte 2011 einen zweiten Platz in der Landesliga und damit erstmals den Aufstieg in die Bayernliga.

Der oberbayerische Bezirksvorsitzende Denis Weisser, Vereinskollege der erfolgreichen Sportlerin in Bad Aibling, gratulierte im Auftrag von BJV-Vizepräsident Robert Keil und überbrachte Glückwünsche des Bayerischen Judo-Verbandes.

 

Denis Weisser, Bezirksvorsitzender OBB

 

Andrea Vogt Vize-Deutsche-Meisterin der Landesverbände

(Frankfurt/Oder) Am Samstag, 15. Oktober fanden in Frankfurt/Oder die Deutschen Pokalmeisterschaften Männer und Frauen statt. Ein neuer Name für die Deutschen Meisterschaften der Judo-Landesverbände aber altes Renommee. Für den TuS Bad Aibling war einzig Andrea Vogt qualifiziert.

 

Zusammen mit Trainer Holger Bültermann nach Andrea Vogt den langen Weg bis kurz vor die polnische Grenze auf sich. Es sollte sich lohnen, denn Andrea Vogt kämpfte das beste Turnier ihrer bisherigen Judokarriere. Das Teilnehmerfeld in der Klasse bis 78 kg war gepickt von 24 erstklassigen Athletinnen, davon drei aus Bayern. Zum Turnierauftakt bekam es Andrea mit Sandra Meißmer aus NRW zu tun und zeigte gleich, dass heute mit ihr zu rechnen ist. 10 Sekunden benötigte Vogt bis sie ihre Kontrahentin voll mit Hüftweger auf den Rücken warf. In der zweiten Runde wartete Sarah Flemming aus Baden Württemberg vom JC Horb nach einem Freilos auf Andrea. Die untersetzte Kämpferin aus Horb konnte aber nichts gegen Andrea auszurichten und verlor mit großer Außensichel nach einer Minute vorzeitig. Nun kam es im Poolfinale für Andrea zum Match gegen die starke Mareike Schröter aus Sachsen. Trainer Holger Bültermann passte die Taktik für Andrea für diesen Kampf auf die Eigenheiten der Kämpferin an. Mit Erfolg, denn Andrea hielt sich exakt an die Vorgaben und konterte Schröter, die wie erwartet mit einem Innenschenkelwurf angriff, bereits im ersten Versuch aus und warf die Gegnerin nach genau 9 Sekunden voll auf den Rücken. Damit war das Halbfinale erreicht. Die Gegnerin hieß Viktoria Wild aus Baden Wüttemberg, die von Couch Roman Baur hervorragend eingestellt war und sich immer wieder dem starken Griffkampf von Andrea Vogt entzog. Angetrieben von ihrem Trainer blieb Andrea aber konsequent bei ihrer Linie und warf die Wüttembergerin mit dem Schlussgong voll auf den Rücken. Das Schiedsgericht entschied, dass die Zeit bereits abgelaufen war, was beide Trainer ebenfalls für richtig erklärten. Nun kam es zum Golden Score, einer 3-Min.-Verlängerung in der die erste Wertung zum Sieg reicht. Andrea ließ sich weiterhin nicht beirren und verwirrte die Kontrahentin mit schnellen Auslagenwechseln. Nach zwei Minuten in der Verlängerung war es dann zu Ende. Andrea packte ihre Spezialtechnik aus und warf Wild mit großer Außensichel voll und zog ins Finale ein. Andrea begann im Finale stark und setzte Lea Folkerts aus Berlin stark zu, ohne eine Wertung zu erhalten. Nach eineinhalb Minuten machte Andrea einen kleinen Fehler, den Folkerts direkt zum vorzeitigen Sieg ausnutzte. Andrea Vogt konnte direkt nach dem Finale ihren größten Erfolg im Judo nicht genießen, denn sie ärgerte sich über ihren Fehler: „Wieso mach ich da so einen Mist. Das war eine riesen Chance für mich!“. Nach einigen Minuten und einer Turnieranalyse mit Ihrem Trainer freute sie sich dennoch, denn sie ist für das Deutsche Meisterschaftsfinale nächstes Jahr in Potsdam qualifiziert. „Ich bin mega stolz auf Andrea. Sie hat viel in den letzten zwei Jahren dazugelernt und kann sich damit auf extrem hohem Niveau behaupten. Es ist toll eine solche Entwicklung mit begleiten zu dürfen.“ Sagt Trainer Holger Bültermann nach dem 35-Stunden-Trip Bad Aibling – Frankfurt/Oder – Bad Aibling.

 

Weitere Links zum Thema:

Kampfliste oder Bericht beim DJB oder Bericht beim BJV (bayernjudo.de)

 

 

Andrea Vogt bayerische Meisterin

 

Am 1. Oktober fand in Abensberg die bayerischen Judomeisterschaften der Männer und Frauen statt. Der Tus Bad Aibling ging mit Andrea Vogt (-78kg) und Tamani Bauer (-66kg) an den Start.

 

Nach dem Andrea Vogt zu einem Gewichtsklassenwechsel gezwungen war, konnte die Kämpferin und ihr Trainer Holger Bültermann vor dem Turnier nicht genau einschätzen, wo die man leistungsmäßig stand. Ungewöhnlich ist dabei, dass Andrea nicht mehr die größte in der Gewichtsklasse darstellt und damit auch zu einer Taktikänderung greifen musste. Im Training zeigte Andrea eine gute Form und sollte dies am ersten Tag des Oktobers unter Beweis stellen. Im ersten Kampf stand Andrea mit Sonja Weissensteiner vom JudoTeam Oberland eine alte Bekannte gegenüber. Andrea fand schnell in den Kampf und ließ Ihrer Gegnerin keine Chance.  Mit ihrer Spezialtechnik hämmerte Sie Sonja nach der Hälfte der Kampfzeit mit vollem Punkt auf die Matte. In der zweiten Begegnung musste sich Josephine Kratky vom TV Kempten Andrea Vogt stellen. Die Kemptnerin war von ihrem Trainer sehr gut eingestellt worden, verhinderte zunächst erfolgreich den harten Griff der Aiblingerin und kam durch einen großen Hüftwurf gleich zu Beginn zu einer großen Wertung. Andrea brauchte ein paar Sekunden um diesen großen Rückstand zu verkraften und setzte dann die taktischen Anweisungen um und zwang Kratky immer mehr in die Defensive. Nur logisch, dass Andrea Punkt für Punkt aufholte und schlussendlich noch vorzeitig mit einer großen Außensichel gewann und damit ins Halbfinale einzog. Hier kam es zum Aufeinandertreffen gegen die erste der bayerischen Rangliste Alexandra Mederer. Andrea ließ auch hier nichts anbrennen und zeigte eine beherzte Leistung und gewann wieder vorzeitig durch den Wurf „Körpersturz“. Im Finale sahen sich Kratky und Vogt wieder. Mit Trainer Holger Bültermann wurde diesmal gleich ein verändertes Kampfverhalten besprochen, da zu erwarten war, dass Kratky wieder stark im Griffkampf sein wird und dazu noch auf Andreas Spezialtechnik vorbereitet war. Mit Auslagen-, Technikwechsel und offensiver Kampfführung übernahm Andrea im Final das Heft und sammelte drei kleine Wertungen. Kratky hatte nichts mehr entgegen zu setzen. Andrea zeigte den besten Kampf an diesem Tag und gewann auch das Finale vorzeitig durch eine herrliche großen Außensichel. Andrea wurde nach dieser tollen und souveränen Leistung für die Deutsche Pokalmeisterschaften der Landesverbände am 15/16. Oktober nominiert.

Bei den Männern startet Tamani Bauer in sein allererstes Turnier bei den Männern. Zielsetzung war Erfahrung zu sammeln und die Etablierten zu ärgern. Die Auslosung bescherte Tamani mit dem dritten der bayerischen Rangliste David Dussault vom TSV Neutraubling ein sehr schweres Los. Tamani zeigte eine tolle Leistung und lies sich vom Gegner nicht beeindrucken. Dussault musste sich fast die volle Distanz mit Tamani abquälen und gewann aber letztlich doch vorzeitig durch eine größere Erfahrung mit einem Innenschenkelwurf. In der Trostrunde war Tamani etwas übermotiviert und lief seinem Gegner nach 30 Sekunden in einen schönen Schulterwurf und folg damit aus dem Turnier. Trainer Holger Bültermann resümierte nach dem Turnier: „ Andrea ist einfach bärenstark und versteht es die tatischen Anweisungen schnell umzusetzen. Wenn Andrea weiter dranbleibt, wird sie im nächsten Jahr auch weitere Schritte nach vorne machen. Tamani hat heute einen riesen Schritt gemacht und weiß jetzt, dass er nicht so weit weg ist von der bayerischen Spitze. Von Tamani können wir in Zukunft noch einiges erwarten!“

 

Vize-Weltmeisterin Ü30: Jenny Adam
Vize-Weltmeisterin Ü30: Jenny Adam

Jenny Adam ist Vize-Weltmeisterin


(Bad Aibling/ Frankfurt am Main) Der 16.6.2011 sollte für Jenny Adam ein ganz besonderer Tag werden. Zum einen wurde ihr Sohn an diesem Tag 3 Jahre alt, zum anderen begannen in Frankfurt am Main die Judo- World- Championships der Grand Masters. 4 Tage dauerte das Spektakel, an denen rund 800 Judoka aus aller Welt in verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen um die WM-Medaillen kämpften. Jenny Adam, die sich 2 Monate zuvor noch ihren dritten Deutschen Meistertitel gesicherte hatte, hatte die Zeit bis zur WM genutzt, um mit ihrem Mann und Trainer Andreas Adam ihre Spezialtechniken und ihre Taktik zu optimieren. Nun sollte sich zeigen, ob sich das harte Training gelohnt hatte und Jenny mit der starken Konkurrenz in der Welt mithalten konnte.

Die 33-Jährige Athletin, die das Trainerteam des TUS Bad Aibling unterstützt, ging in der Gewichtsklasse F1 -48kg an den Start. Gleich zu Beginn traf sie durch eine unglückliche Auslosung auf die Deutsche Vize-Meisterin Wiebke Phillips. Nach einigem Abtasten der beiden Kämpferinnen konnte Jenny ihre Kontrahentin mit einem Uchi-Mata (Innenschenkel-Wurf) vorzeitig von der Matte fegen. Erleichtert über den geglückten Start in die WM beobachteten Jenny und Ihr Mann Andreas die anderen Kämpferinnen in der 48kg-Klasse ganz genau und studierten deren Stärken und Schwächen. Besondere Aufmerksamkeit galt der starken Ungarin Ildiko Milos, die ein gutes Turnier kämpfte und augenscheinlich äußerst schwer zu werfen war. Als Jenny dann auf die Ungarin traf, dachte sie nur noch an eins: „Jetzt oder nie! Dieser Kampf gehört mir!“ Adam ging voll konzentriert in diese Kampfbegegnung, hing doch von diesem Kampf ab, ob sie die Chance bekam, um Gold oder Silber zu kämpfen. Die 33-Jährige versuchte von Beginn an das Konzept der Ungarin zu stören und eigene Akzente zu setzen. Dies gelang der deutschen Kämpferin mit jeder Sekunde mehr. Mit Fußtechniken und starken Bodentechniken verunsicherte Jenny ihre Gegnerin zunehmend, bis ihr nach der Hälfte der Kampfzeit ein Schulterwurf gelang, der mit einem waza-ari (zweithöchste Wertung) belohnt wurde. Jenny konnte diese Wertung über die Zeit bringen und entschied diesen nervenaufreibenden Kampf für sich. „Das war ein Wahnsinnskampf! Jenny hat unglaublich clever gegen die Ungarin agiert und hat sogar eine hohe Wertung mit einer Wurftechnik erzielen können. Dies ist in bei dieser WM keiner anderen Kämpferin gelungen!“erklärte Andreas Adam nach dem Fight.

Im finalen Kampf traf Adam dann auf die amtierende deutsche Meisterin -52kg Petra Pfaffl, die eigens für die WM ihr Gewicht reduziert hatte, um in der 48kg-Klasse zu starten. Beide deutschen Kämpferinnen waren schon viele Male aufeinander getroffen, sie kannten die Stärken der jeweils anderen und wussten, dass in diesem Kampf alles offen war.Das Duell war geprägt vom offensiven Kampfstil beider Athletinnen, bei dem beide um jeden noch so kleinen Vorteil kämpften, der zu einer Wertung führen könnte. Doch an diesem Tag war Jennys Gegnerin taktisch einfach besser und so musste sich Jenny ihre erste und einzige Niederlage an diesem Tag eingestehen. Erschöpft aber überglücklich fiel sie am Ende der Kämpfe ihrem Mann mit Tränen der Erleichterung in die Arme. Plötzlich war alle Anspannung von ihr abgefallen. Die Last der letzten Monate und der hohe Erfolgsdruck waren einem großartigen Gefühl der Erleichterung gewichen. „ Ich habe hart für diese Medaille gekämpft, habe in letzter Zeit auf vieles verzichten müssen und so oft es ging trainiert. Aber das harte Training mit meinem Mann und befreundeten Trainingspartnern hat sich bezahlt gemacht!“, kommentierte die glückliche Aiblingerin. Nun konnte Jenny ihrer langen Erfolgsgeschichte einen weiteren Titel hinzufügen, den Titel der Vize-Weltmeisterin.